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Häufige Fragen zu Schachblumen
Kann ich sie in meinen Garten pflanzen?
Ja ohne Probleme. Wenn Sie auf die Pflanze achten, bleibt sie Jahrzehnte im Garten. Es liegen auch Berichte vor, dass die Schachblume in Blumentöpfen und auf Balkonen überlebt hat.
Welchen Standort sollte ich auswählen?
Am besten zumindest teilweise sonnig, aber mit feuchtem Untergrund (unter Bäumen, auf Wiesen, in feuchten Beeten …).
Vermehrt sich die Schachblume?
Ja durch Brutzwiebeln (sie wird buschiger) und Samen (die sich in der Zeit bis Juni/Juli bilden). Allerdings brauchen Sie 4 Jahre Geduld bis zur Blüte. In der Zeit kann die Schachblume mit Gras oder „Unkraut“ verwechselt werden. Passen Sie also auf, dass sie nicht versehentlich ausgerissen wird.
Wie kann ich die Schachblume im Garten halten?
Am besten ist, Sie markieren sich die Pflanzstandorte, halten den Boden feucht und vermeiden Umgraben, Harken und zu heftige „Unkraut“ bekämpfung.
Wann blüht die Schachblume?
Je nach Witterung und Wärme ab Mitte April bis Anfang Mai. Durch den Klimawandel mit milden Wintern verschiebt sich der Blühzeitpunkt weiter nach vorne.
Darf ich Pflanzen aus der Natur entnehmen?
Nein! Die Schachblume gilt als stark gefährdet und ist in Schleswig-Holstein vom Aussterben bedroht. Sie steht daher in ganz Deutschland unter strengem Schutz.
Sind die Vorkommen in Hetlingen die einzigen in Deutschland?
Nein, die Schachblume kommt in verschiedenen Flussregionen und Feuchtwiesengebieten vor. Allerdings nur dort, wo keine intensive Landwirtschaft betrieben wird (z.B. Seeve-Niederung/Winsen, Wittenbergener Ufer Hamburg, Sinntal Bayern).
Wann ist das Schachblumenfest?
Es gibt keinen feststehenden Termin. Das Datum hängt von der Witterung und dem Blühzeitpunkt der Pflanze ab (s.o.). Meist liegt dieser Ende April, aber der Klimawandel macht sich inzwischen bemerkbar und die Schachblumen blühen früher.
Kann ich die Verbreitung der Pflanze unterstützen?
Ja, pflanzen Sie gekaufte Exemplare im eigenen Garten und verschenken Sie Pflanzen an Freunde und Bekannte.
Wieso haben ausgerechnet diese beiden Wiesen so viele Schachblumen?
Weil der frühere Pächter der Fläche nie auf eine Nutzung zur Silage-Gewinnung umgestellt und die Wiesen immer erst ab Mitte Juni gemäht hat. Und diese extensive Nutzung wird bis heute fortgeführt. Die Schachblumen auf den Wiesen sind NICHT angepflanzt.