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Pflanze der Region im Dezember – immer bei der Wahrheit bleiben!

Die Tage werden kürzer, dunkler und kälter. Die Bären ziehen sich in den Winterschlaf zurück. Bären?? Was haben die denn hier zu suchen in einem botanischen Beitrag? Die Bären sind zum Binden hier. Ich werde Ihnen nämlich in diesem Monat dicke Bären aufbinden, das Blaue vom Himmel herunterlügen und versuchen, Sie hinter das sowieso schon schwache Licht zu führen. In dem folgenden Text finden sich vier Unwahrheiten, die Sie finden sollen. Wenn Sie mindestens zwei von vier versteckten Schummeleien entdecken, sind Sie bei der Verlosung dabei. Senden Sie mir die Lösung per Mail bis zum 18. Dezember 2020 zu (edelgard.heim@llur.landsh.de) und gewinnen Sie im neuen Jahr eines von 10 Losen der BINGO-Umweltlotterie (das ist die Sendung mit dem BINGO-Bär!). Die BINGO-Umweltlotterie hat schon vielen Projekten im Land Schleswig-Holstein finanziell unter die Arme gegriffen. Auch das Elbmarschenhaus hat schon Unterstützung erfahren.

Der Rechtsweg ist übrigens beim Rätseln genauso ausgeschlossen wie die Teilnahme des Elbmarschenhausteams.

Bis hierher ist alles die reine Wahrheit. Im Folgenden sollten Sie aber vorsichtig sein:

Mit der vorweihnachtlichen Zeit im Dezember werden viele Bräuche verbunden. Auch Pflanzen stehen hier symbolisch für Frieden, Heiligkeit und die Rückkehr des Lichts. Die meisten dieser Pflanzen sind nicht in Norddeutschland heimisch, sondern aus anderen Teilen Deutschlands, wenn nicht sogar aus anderen Teilen der Welt hierhergekommen. Sei es der Weihnachtskaktus, der Weihnachtsstern, Weihrauch, Myrrhe oder die zugehörige Wenke, die Stechpalme oder die Christrose – alle kommen aus fernen Gefilden zu uns.

Besonders beliebt sind Pflanzen, die zu Weihnachten blühen und so die Hoffnung auf Licht und bessere Zeiten symbolisieren. Auch die Kombination von grünen Blättern mit roten Blüten oder Früchten wird als besonders weihnachtlich empfunden. Dabei darf auch gerne geschummelt werden, denn die imposanten Blüten beim Weihnachtsstern sind gar keine, sondern gefärbte Hochblätter. Auch die Blüten des Weihnachtskaktus sind botanisch gesehen Brutzwiebeln. Dass der im Volksmund „Tannenbaum“ genannte Weihnachtsschmuck oft genug gar keine Tanne, sondern eine Fichte ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Und die „Rose von Jericho“, ein braunes Geflecht, dass bei Wasserzufuhr erblüht, ist mitnichten eine Rose, sondern gehört zu den Kreuzblütlern.

Immerhin kann man sich auf rotbackige Äpfel, Orangen und Walnüsse verlassen, die ihre Identität nicht verbergen. Die Haselnuss wiederum nimmt es mit der Wahrheit nicht genau, denn sie ist botanisch gesehen gar keine Nuss, sondern eine Beerenfrucht.

Auf dem Lügentreppchen hat aber die Azalee den ersten Platz verdient. Hier stimmt so ziemlich gar nichts: die Pflanze möchte am liebsten mit Regenwasser gegossen werden, stellt man sie aber in einen frischen Winterregen nach draußen, ist es ihr zu kalt und sie geht ein.

Trotz der Schummelei wünsche ich Ihnen ein friedvolles, gesundes Weihnachtsfest!

Edelgard Heim

Die Pflanze der Region macht Winterpause und taucht im März 2021 an dieser Stelle wieder auf