zurück

Wald

Buchenblätter im HerbstBuchenblätter mit Herbstfärbung (Foto: Mirko Kandalf)

Im Wald-ärmsten Flächenland Deutschlands – Schleswig-Holstein – können Sie sich bei uns in der Pinneberger Unterelberegion dennoch aussuchen, welche Art von Wäldchen Sie heute gerade am Liebsten durchwandern möchten: Kiefernwald, Birkenwäldchen oder die Buchenwälder des Liether Waldes oder des Esinger Forstes …. Jeder von Ihnen hat seine ureigene Geschichte.

Der Wald im Wechsel der Elbfluten

TideauwaldTideauwald im Naturschutzgebiet Haseldorfer Binnenelbe

Überflutungen durch die Elbe, Überschlickung des Bodens, extremen Wechseln von Nässe  und starker Trockenheit, Eisgang im Winter sind die Weiden-Auenwälder an den Ufern der Elbe ausgesetzt.

Wer auf dem Deich durch das Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Haseldorfer Binnenelbe und Elbvorland“ wandert, erhält einen Einblicke in diese bizarre Waldformation im Wechsel von Zerstörung und Entstehen. Ein Lebensraum für Blaukehlchen und Wachtelkönig. Wer genau hinschaut, wird in dem heute der Natur überlassenen Raum Spuren menschlicher Geschichte finden. In den Röhricht und Weidengebüsch-Flächen sieht man noch Reste aufgelassener Obstbaumplantagen. Auch Dörfer lagen auf den Flächen außerhalb des heutigen Deiches, so auch das Dorf Bishorst, das auf das 9.Jahrhundert zurückgeht und später durch die Sturmfluten Mitte des 18. Jahrhunderts vernichtet wurde. Heute ist hier Naturschutzgebiet, und die einst besiedelten Flächen werden langsam vom Auwald eingenommen. Letzte Spuren der Siedlung findet, wer die Eschenallee, die vom Deich in Höhe des Obsthofes Deekenhörn in das Naturschutzgebiet führt, in Richtung Elbe geht. Eine steinerne Warft, bestanden mit Apfel- und Walnussbaum wird zunehmend vom sich entwickelnden Auwald eingenommen und erzählt, wie kein anderer Ort eindrucksvoll vom Wechselspiel zwischen Natur und Mensch in den Elbmarschen.

Buchenwald, BuschwindröschenBuchenwald wie im Bild links finden Sie im Esinger Forst bei Tornesch (Foto: Mirko Kandalf), Teppiche von Buschwindröschen verzaubern im April z.B. das Wäldchen am Gut Seestermühe.

Der Hexenwald

Einer alten Sage zu Folge soll eine alte Hexe im Mittelalter im Wäldchen am nordöstlich Rand von Uetersen ihr „Unwesen“ getrieben haben. Sie hauste in der Nähe einer Waldlichtung und hatte dort ihre Feuerstelle und einen Hexentanzplatz. Bis spät in die Mitte des 20. Jahrhunderts meinten die Bürger angeblich immer um die Mittagszeit ein schauriges Geräusch auf der Lichtung gehört zu haben. Lange wurde dieses Waldgebiet von den ängstlichen Kindern gemieden.

Der so genannte Hexenwald grenzt an die Parkanlage „Langes Tannen“ in Uetersen. Er befindet sich auf einer hügeligen, einstig eiszeitlichen Dünenlandschaft. Auf Grund des sandigen Bodens wachsen hier hauptsächlich Kiefern, Birken und Eichen. Insgesamt ist der kleine Wald etwa 11 Hektar groß. Die besagte kleine Lichtung gibt es noch heute. Sie liegt an einem schmalen Pfad, der durch das Waldgebiet führt. Dieses Gebiet ist steht unter Landschaftsschutz.

Mehr über dir Geschichte von „Langes Tannen“ erfahren Sie in einer offenen oder individuellen Führung unserer Natur- und Landschaftsführer.l

Der Wald, der mit Tradition wächst

Liether Wald bei ElmshornLiether Wald bei Elmshorn (Foto: Fotowettbewerb Pinneberger Aktivregion - Nr. 235)

Der Liether Wald wächst mit Hochzeiten und Geburten alljährlich um einige Bäume, die neu gepflanzt werden. Wenn Hochzeitspaar oder die Eltern eines Neugeborenen es wünschen, können sie bei der Stadt Elmshorn die Pflanzung eines heimischen Baumes - Eiche, Linde, Ahorn, Vogelkirsche, Rotbuche oder Hainbuche – anmelden. Damit wird eine früher weit verbreitete Tradition  fortgesetzt. Damals war es üblich, zur Hochzeit oder Geburt einen Baum zu pflanzen. Zurzeit wächst das Wald auf eine Fläche neben dem Rosengarten, der an den am Stadtwald Lieth angrenzt. .

Der Liether Wald liegt im Süden Elmshorns. Als Stadtpark lädt sein gepflegtes Wegesystem zu ausgedehnten Spaziergängen durch einen alten Baumbestand ein. Auf der Westseite befindet sich in Mitten des Waldes ein Spielplatz. 

Vom Fischer und seiner Frau

Kiefern-Eichenwald an den Holmer SandbergeWald aus Kiefern und Eichen in den Holmer Sandbergen

Wäldchen, die zum Geschichtenschreiben und inszenieren einladen, finden Spaziergänger, Angler und Filmemacher  in den Holmer Sandbergen. So faszinierend abwechslungsreich gestaltet sich die Dünenlandschaft, dass ein Filmteam hier für die Geschichte „Der Fischer und seine Frau“ die besondere Szenerie vorfanden.

Schon im 18. Jahrhundert störte die Bauern der Dünensand der Holmer Sandberge, der als Flugsand auf ihre angrenzenden Felder eingetragen wurde. Vergeblich suchten sie, die Dünen mit Strandhafer, wie an den Nordseeküsten, und mit Eichen aufzuforsten. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde schließlich großflächig Kiefern-Wald angesiedelt. Dieser wurde zunehmend dichter, und verdrängte die naturraumtypischen Heideflächen. 2005 wurden 15 ha Wald gerodet und die Dünenflächen unter der bereits entstandenen Humusschicht freigelegt. Noch heute findet man Spuren von Eichen, die ehemals geschneitelt wurden, um Laub zur Viehfütterung zu gewinnen. Auf den noch bis in die 70iger Jahre bewirtschafteten Moorflächen haben sich mittlerweile kleine  Birkenwäldchen etabliert. Heute steht das Gebiet unter Landschaftsschutz und ist Bestandteil des Natura 2000 Netzes Europas.

Mehr über die wechselvolle Geschichte und die Entstehung der Holmer Sandberge erfahren Sie bei einer Führung mit unseren Natur- und Landschaftsführern.

Info

Tourismus-Information

Tourismus in der Marsch e.V.

im Elbmarschenhaus

Hauptstraße 26

25489 Haseldorf

 

Telefon 04129. 955 490

info@elbmarschenhaus.de

 

Öffnungszeiten

Mi - So von 10 - 16 Uhr

 


 

Tourenberatung und

Vermittlung

in der Kernzeit, Mi - Fr 10 - 16 Uhr

(Winterferien 24.12. - 06.01.2017)

mehr

 


Veranstaltungen

Aktuelle Veranstaltungstipps

Veranstaltungskalender

 


Service

rund um das Elbmarschenhaus

Prospektservice

Downloads

 


Der Tourismusverein

Tourismus in der Marsch e.V.

 


Unsere Partner

Logo Unterelbe


 

Logo Binnenland


 

Logo Schleswig-Holstein


 

Logo MR Hamburg