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Die Liether Kalkgrube - eine Erdgeschichte

Wussten Sie, dass die großen Findlinge am Eingang der Liether Kalkgrube in der Eiszeit als Gletscherfracht von Schweden nach Schleswig-Holstein verfrachtet wurden? Wussten Sie, dass das Eiszeitklima auch durch geologische Ablagerungen dokumentiert wird und Sie diese in der Liether Kalkgrube betrachten können? Und wußten Sie, dass Sie in der Liether Kalkgrube sogar noch tiefer in die Erdgeschichte einsteigen können?

In der Liehter Kalkgrube können Sie in für Schleswig-Holstein einmaliger Ausprägung geologische Schichten sehen, die im Norddeutschen Tiefland sonst tief im Untergrund verborgen sind. Diese Erdschichten und Fossilien aus sechs bis acht Kilometern Tiefe wurden durch einen darunter liegenden Salzstock an die Erdoberfläche gedrückt.

 

Blick auf den tiefsten, feuchten Punkt der Liether KalkgrubeLiether Kakgrube (Foto: Fotowettbewerb Pinneberger Aktivregion, Bild 134)

Nach dem Abbau der Kalkvorkommen liegt heute sowohl der Kalkhut (Marienglas) auf dem Salzstock als auch ein kleinerer Braunkohleflöz an der Oberfläche. Gesteinsschichten aus der Permzeit, Rotliegendes, das einigen von der Insel Helgoland bekannt ist, und Zechstein sind in unterschiedlichen Ausbildungen zu sehen. In der sogenannten "Lieth-Serie" sind die Schichtenfolgen aus dem Quartär in einem alten Erdfall erhalten geblieben. Die Serie gibt wertvolle Hinweise auf die Entwicklung des Landschaftsraumes. 2006 wurde die Liether Kalkgrube Nationaler Geotop.

Die Pflege der Liether Kalkgrube liegt in der Hand der Gemeinschaft zur Erhaltung von Kulturgut in Tornesch von 1985 e.V. Diese hat geologische und entwicklungsgeschichtliche Informationen zur Kalkgrube auf vielen detailliert ausgearbeiteten Informationstafeln für interessierte Besucherzusammengefasst. Wissenswertes finden Sie auch auf der Web-Seite www.lietherkalkgrube.de
Dort stehen auch der offizielle Flyer zum Download und eine Anfahrtsbeschreibung zur Verfügung.

Und wenn Sie es richtig wissenschaftlich mögen dann klicken Sie hier (PDF): www.umweltdaten.landsh.de/nuis/upool/gesamt/geologie/boden_sh.pdf

Refugium für bedrohte Pflanzenarten

Vom Parkplatz führt ein breiter Weg bis zum Grund der Kalkgrube. Unten angelangt umfängt den Besucher an sonnigen Tagen ein deutlich wärmeres, trockeneres Kleinklima als am Ausgangspunkt. Dabei verhindert nur der Einsatz von Pumpen täglich, dass sich die Grube nicht mit Grundwasser füllt. Nach Beendigung des Abbaus von Sand, Ton und Kalk hat sich so unter den extremen Standortbedingungen eine besondere Pflanzenwelt angesiedelt. Orchideen, Huflattich, Frühlingshabichtskraut und weitere bedrohte Pflanzenarten haben hier Fuß gefasst, die zur Gesellschaft der Kalkmagerrasen gehören. Die feuchte Senke am Grunde der Grube ist Standort feuchtigkeitsliebender Pflanzen, so auch seltener Arten der Kalkreichenn Quellefluren, z.B. des gefleckte Knabenkrautes. Im Frühjahr ertönt hier ein Froschkonzert.

Liste der Pflanzenarten im NSG Liether Kalkgrube (Stand 2008)

Weitere Informationen zur Pflanzenwelt finden Sie auf der Web-Seite: http://www.lietherkalkgrube.de/dateien/pflanzen.htm

 

Liether KalkgrubeSeit 1991 steht die Liether Kalkgrube unter Naturschutz. (Foto: Elisabeth Herrmann)

Offene Führungen wie auch Schulangebote und individuelle Führungen von Fachleuten bieten den Besuchern Möglichkeiten sich genauer mit Geologie und Botanik zu befassen oder mehr über die einstige Nutzung der Kalkgrube und der nahe gelegenen Ziegelei zu erfahren.

Zu einem ausgedehnteren Spaziergang mit anderem Blickwinkel  lädt der Rundwanderweg am oberen Rand der Kalkgrube ein. 

Blick vom Rundweg am Rand der GrubeBlick vom Rundweg am Rande der Liether Kalkgrube (Foto: Fotowettbewerb der Pinneberger Aktivregion - Nr.178)

Tourentipps

Liether Kalkgrube

Radrundtour durch die

Seestermüher Marsch


Radrundtour

Geologie und Gärten

Einkehrtipp

Rosenhof Kruse

Hofladen, Bauernhofcafé

und Gechenke-Shop

oder in der

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Mobiles Eiscafé  in Seester

PARKHOTEL Rosarium****

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