zurück

Flusslandschaften

Bishorster Sand, Blick auf die ElbeBishorster Sand (Foto: Mirko Kandalf)

Der große Strom

Der große Strom - die Elbe - verbindet Hamburg und die weite Welt. Staunend stehen wir immer wieder am Deich und sehen die vielen übergroßen Containerschiffe vorbeiziehen. Ihr Fahrplan wird - noch - von den Naturkräften bestimmt.

Bis weit hinauf nach Hamburg wirkt sich die Tide in der Nordsee auch auf die Unterelbe aus. Süßwasser der Elbe und Salzwasser der Nordsee mischen sich im Gezeitenwechsel. Dieser reicht bis in die Seitenarme der Elbe, die Wedeler Au, die Pinnau, die Krückau. Diese besonderen Bedingungen des Ästuars zusammen mit der Flussdynamik haben im Laufe der Jahrtausende einen einzigartigen Lebensraum für Tiere, Pflanzen aber auch den Menschen erschaffen: Die Elbmarschen.

Binnenelbe, Containerschiff auf der ElbeBlick auf die Binnenelbe (Foto : NABU), rechts: Containerschiff auf der Elbe (Foto: Holsteintourismus/photocompany)

In Wedel wird die Elbe noch unmittelbar vom Elbhang begrenzt. In Richtung Mündung wird dieser von einem sich verbreiternden Marschengürtel abgelöst, der nur noch durch den Deich und die Vorländer von der Elbe getrennt ist. In diesem ländlich geprägten Gebiet haben sich auf engstem Raum grundverschiedene Lebensräume entwickelt, die darauf warten, von Ihnen entdeckt zu werden.

Auwald und Binsen-Watt Auwald bei Pagensand, rechts: Binsen bei Ebbe (Foto: Mirko Kandalf)

An den Ufern der Elbe findet der Naturfreund breite Binsen- und Schilfbestände, Nahrungs- und Brutgebiet für eine Vielzahl von Vögeln, Fischen und anderen Lebewesen. Die Binnenelbe mit ihren weitreichenden Naturschutzflächen bietet einen Blick auf naturbelassene Weiden-Auwälder und naturnahe Wasserflächen. Feuchtwiesen der binnendeichs gelegenen Weideflächen im Naturschutzgebiet sind  Brut- und Nahrungsgebiete bedrohter Wiesenvögel.

Gänse im Landeanflug, SeehundeGänse im Landeanflug (Foto: Elisabeth Herrmann), rechts: Seehunde

Wer diese Naturparadiese von Nahem erleben will, kann auf einer Tidenkiekerfahrt  durch die Binnenelbe zur Elbinsel Pagensand fahren.

Zusammenhänge dieses Lebensraums stellt eindrucksvoll die interaktive kostenlose Ausstellung im Elbmarschenhaus dar. Hier veranschaulicht auch der angrenzende Naturerlebnisraum, wie sich der Mensch in den Elbmarschen die natürlichen Gegebenheiten zu Nutze machte.

Die Schilf-, Binsen und später auch die Weidenbestände fanden Verwendung im Handwerk der Binsenschneider, der Reetdachdecker und der Bandreißer.  Die wiederholten Überschwemmungen der Elbe trugen nahrhaften und fruchtbaren Boden auf die Landflächen. So konnte Weideland und Obstanbau entstehen.

Erleben Sie die Flüsse Krückau und Pinnau

Noch in Pinneberg kann man von der Hochbücke hinab auf einen kleinen Binnenhafen schauen und in Elmshorn können Sie am Elmshorner Hafen den " Ewer Gloria“ für eine Tour nach Glückstadt besteigen. Die Flüsse Pinnau und Krückau verbinden die goßen Städte in der Geest Pinneberg, Uetersen und Elmshorn mit dem Elbstrom.

KrückauKrückau (Foto: Holsteintourismus)

Entlang der Flüsse Pinnau und Krückau, die sich weitläufig durchs Land schwingen, können Sie auf dem Deich bis ins Binnenland wandern. Bei dem Ausflug durch diese idyllische Landschaft können Sie hin und wieder kleine Schiffe begrüßen. Denn auf beiden Flüssen gilt die Schiffahrtsordnung einer Bundeswasserstraße. So wird auch die Drehbrücke, die die Pinnau in Höhe der Ortschaft Neuendeich überquert, noch täglich benutzt und hin und wieder für den Schiffsverkehr geöffnet. Die Krückau ist bis zum Elmshorner Hafen für Schiffe befahrbar.

Der Tidehub in der Mündungsstrecke der Elbe drückt das Wasser auch in die Flussmündungen der Pinnau und Krückau. In Abhängigkeit vom Gezeitenwechsel fallen nicht nur die Pinnau und die Krückau sondern auch die Häfen in Elmshorn, in Uetersen und Pinneberg mehr oder weniger trocken. Doch die Pinnau ist nur ein Teil eines Adernetzes. Eine Reihe kleinerere Seitenarme entwässern in die Pinnau und bilden so eine kleinteilige Flusslandschaft. Die gesamte Pinnauniederung zwischen Uetersen im Westen und Pinneberg im Osten steht heute unter Landschaftschutz. Im Mündungsbereich der Pinnau wurden 1969 Sperrwerkstore zum Schutz des Hinterlandes angelegt.

Pinnau im Winter, Pinnau im SommerPinnau in Höhe der Drehbrücke (Foto: Elisabeth Herrmann), rechts: Pinnau (Foto: NABU)

Dauer- und Feuchtgrünland wie auch die natürliche Fließgewässerentwicklung mit z.T. typischen Uferrandstreifen bilden hier die Landschaft eines Marschenflusses, der sich durch das umgrenzende Geestgelände zieht und dessen Vorflut entwässert. Nördlich von Unterglinde liegen in den Niederungsbereichen einzelne Seeflächen, unter anderem auch das Naturbad Oberglinde, das in den Sommermonaten zum kostenlosen Baden einlädt

Als Marschengewässer mit muldenförmigem Querschnitt, mit wechselnden Wasserständen und seitlichen Wattbereichen, einer stets wechselnden Mischung von Süß und Salzwasser und tonig-schlickigem Untergrund beherbergen die Pinnau und id eKrückau eine Fischfauna von Süßwasserarten wie Barsch, Schlammpeitzger, Moderlieschen über Brackwasserarten wie die Flunder bis hin zu einzelnen marinen Arten. Auf den flachen Ufern können sich durch die geringen Strömungsgeschwindigkeiten Röhrichte entwickeln. Kein Wunder also, dass das Angeln in den Elbmarschen ein beliebtes Hobby ist.

 Marschenfluss (Foto: Elisabeth Herrmann)

 

Info

Tourismus-Information

Tourismus in der Marsch e.V.

im Elbmarschenhaus

Hauptstraße 26

25489 Haseldorf

 

Telefon 04129. 955 490

info@elbmarschenhaus.de

 

Öffnungszeiten

Mi - So von 10 - 16 Uhr

 


 

Tourenberatung und

Vermittlung

in der Kernzeit, Mi - Fr 10 - 16 Uhr

(Winterferien 24.12. - 06.01.2017)

mehr

 


Veranstaltungen

Aktuelle Veranstaltungstipps

Veranstaltungskalender

 


Service

rund um das Elbmarschenhaus

Prospektservice

Downloads

 


Der Tourismusverein

Tourismus in der Marsch e.V.

 


Unsere Partner

Logo Unterelbe


 

Logo Binnenland


 

Logo Schleswig-Holstein


 

Logo MR Hamburg