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Baumschul- und Rosenland

Tagetesfeld, AlleebäumeTagetesfeld - farbenprächtige "Bodenkur" nach dem Rosenanbau (Foto: Fotowettbewerb Pinneberger Aktivregion Nr. 240), recht: Quartier einer Alleebaumschule (Foto: Fotowettbewerb Pinneberger Aktivregion Nr. 224)

Wo sonst, als in der Geestlandschaft des Kreises Pinneberg ist das Bild der Kulturlandschaft so einprägsam? Wo andernorts Getreide, Raps oder Mais angebaut wird, wachsen hier Forst- und Landschaftsgehölze, Alleebäume, Rosen, Containerpflanzen, Obstgehölze und vieles mehr. Und in den vielfältigen Baumschul-Quartieren stehen die Pflanzen wohl geordnet in tadellosen Reihen. Da ist es ein Leichtes, mehrere Millionen Gehölze pro Jahr zu produzieren und in die ganze Welt zu exportieren.

Baumschulland

Von den rund 400 Baumschulbetrieben in Schleswig-Holstein befinden sich an die 300 Betriebe im Kreis Pinneberg. Kein Wunder also, dass sich seit Gründung der ersten Baumschule um das Jahr 1800 herum die "Kompetenz in Grün" auch in der Gestaltung von sehenswerten Parks und Gärten niedergeschlagen hat.

Das Arboretum in Thiensen in Ellerhoop und der Schlosspark in Haseldorf zeigen beispielhaft die Vielfalt der Kulturpflanzen. Aber auch viele Privatgärten der Städte und Gemeinden zeugen von grünem Sachhverstand.

Die Gartencenter der Region bieten eine breite Sortenvielfalt von Baumschulgehölzen, Rosen und Stauden, die im Kreis Pinneberg produziert werden.

Mädchenkiefer, ClematisSanddorn, weissfrüchtige EberescheSortenvielfalt wird im Kreis Pinneberg produziert: Mädchenkiefer, rechts Clematis, unten: Sanddorn, rechts unten: Weißfrüchtige Eberesche (Fotos: Almut Roos)

Geschichte der Baumschulregion

Mit einer Fläche von 4200 Hektar befindet sich im Kreis Pinneberg eines der größten geschlossenen Baumschulgebiete der Welt.

Zu verdanken hat der Kreis Pinneberg es wohl dem Herzog von Schleswig und Graf von Holstein, Christian VI., dass die Region auf eine nunmehr 200 Jahre alte Baumschultradition zurückblicken kann. 1737 erließ dieser nämlich eine Verordnung zur Anlage „lebender Hecken" (Knicks). 1785 wurde daraufhin in Kiel eine „praktische Hilfsanstalt zur näheren Kenntnis der einheimischen und fremden Holzgewächse" gegründet. Den entscheidenden Schritt machte schließlich der Hamburger Kaufmann Baron Caspar Voght. Er gründete eine Baumschule in Klein Flottbek, das damals noch zum Kreis Pinneberg gehörte.

Baumschulquartier im Herbst, Bonsai-Kiefer, alte ObstsorteProduktion von Baumschulgehölzen mit Qualität, umfangreiche gärtnerische Kenntnisse der Kulturmaßnahmen und der Anbau einer Vielfalt neuer und alter Sorten für Privatgärten, Parks freie Landschaft und den Erwerbsgartenbau  sind das Markenzeichen des  Pinneberger Baumschullandes.

Unter seinem Betriebsleiter James Booth wurden zahlreiche Baumschlugärtner ausgebildet, die sich später mit eigenen Betrieben in der Region selbstständig machten: Hochbaumschulen, Forstbaumschulen, Rosenzucht und Rosenanbau. Das milde Klima wie auch der nicht zu schwere Geestboden begünstigten die Zunahme von Baumschulbetrieben. Die Nähe zum Hamburger Hafen und die Entwicklung des Eisenbahnnetzes erleichterten den Handel über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus.

Gelbe Rose, RosenrabatteRosen und Rosenrabatte (Foto links: Mirko Kandalf, rechts: Elisabeth Herrmann)

1887 begann die Rosenbaumschule Kordes mit der Züchtung eigener Rosensorten. Schon 1906 folgte die RosenbaumschuleTantau. Um 1900 etablierte sich der Obstanbau (Link auf Obstbaumkultur) in den Elbmarschen und zog weitere Baumschulen, die Obstbaumschulen nach sich. Mit der Intensivierung der Landwitschaft nach dem zweiten Weltkrieg wurden auch in den Baumschulen nach und nach Maschinen und Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Die Qualitätssicherung der Erzeugnisse wird heute durch das Regelwerk des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) gewährleistet. (Quelle: Freundeskreis Rosengarten Pinneberg e.V., http://www.rosengarten-pinneberg.de/geschichte.html)

Für Interessierte hat seit 1994 das Deutsche Baumschlumuseum Zeugnisse der Baumschulkultur zusammengestellt.

Land der Rosen

Rosen im Herbst und WinterRosen rot und weißoben: Hagebutte bei Frost, "The Fairy" im Herbst (Fotos: Mirko Kandalf), unten Beetrose (Foto Mikro Kandalf) und Strauchrose.

Nicht nur die Bäume sind im Pinnberger Baumschulland zu Hause. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wandten sich Hochbaumschulen der Rosenzucht und dem Rosenanbau zu. Das Sortiment vermehrbarer Rosen erweiterte sich und mit der Entdeckung der Vererbungslehre 1850 durch Gregor Mendel begann die Rosenzucht zu boomen.

Einstmals 80 Südholsteinische Rosenzucht und Rosenanbaubetriebe gab es im Kreis Pinneberg. In guten Jahren verkauften Sie bis zu 10 Millionen Rosen und konnten sich damit gegen die Konkurrenz in Europa durchsetzen. Heute wird die Rosenkultur durch die drei namhaften Betriebe W. Kordes' Söhne in Sparrieshoop, Matthias Tantau in Uetersen und Gustav Strobel-BKN in Holm bestritten.

Eine Vielzahl prämierter Rosen sind von den Rosenzüchtern Tantau und Kordes seit Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts im Kreisgebiet entwickelt und angebaut worden. Wunderschöne Anlagen wie das Rosarium Uetersen und der Rosengarten am Fahlt zeigen die Vielfalt und Schönheit der Rosen und sind sehenswerte Ausflugsziele für Pflanzenliebhaber und Gartenfreunde. (Quelle: Freundeskreis Rosengarten Pinneberg e.V., http://www.rosengarten-pinneberg.de/geschichte.html)

Rosarium Uetersen

Rosarium UetersenRosarium Uetersen (Foto: Holsteintourismus/photocompany)

Wenn Mitte Juni die Rosensaison beginnt warten 30.000 Rosen im Rosarium Uetersen darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Die gepflegte Anlage mit Rasenflächen und Mühlenteich verlockt nicht nur zum schlendern, sondern lädt ein, sich der Schönheit und Blütenfülle hinzugeben und zu verweilen. Genießen Sie z.B. bei Kaffee und Kuchen die Aussicht auf die Parkanlage von der Terrasse des Parkhotel Rosarium****.

Auch wenn die offizielle Rosensaison bereits Anfang September endet, der wahre Rosenliebhaber wird noch bis zum ersten Frost immer wieder auf Suche nach einzelne Rosenblüten gehen, deren Zartheit zwischen Herbst-gefärbten Blättern und Raureif oft um so mehr entzückt.

Ausführliche Informationen zum Rosarium:  http://www.rosarium-uetersen.de/
Anfahrtsbeschreibung
auf der Webseite des Rosariums

Rosengarten am Fahlt

Rosengarten im FahltDer Rosengarten Fahlt wurde im Jahr 1935 als Schauanlage für Rosen angelegt, um die Absatzmöglichkeiten für Rosen aus dem Pinneberger Baumschulgebiet zu steigern. Mit der Dauerausstellung konnten über die gesamte Vegetationsperiode nicht nur die Rosensorten im Einzelnen gezeigt sondern auch Ihre Massenwirkung, das Farbenspiel und die Widerstandsfähigkeit vor Ort überprüft werden. 1935 wurde der gartenarchitektonisch ausgefeilte Schaugarten eingeweiht, blieb aber nur 6 Jahr bis 1941 bestehen und wurde dann geschliffen.

In der Not der Kriegsjahre nutzen Bürger die Fläche zum Anbau von Gemüse. In den 50iger Jahren wurde die fast völlig zerstörte Anlage neu überplant. Auf der Grundlage des alten Achsensystems sollte dieses Mal ein Stadtpark für Pinneberg entstehen. In der Pflanzung sollten Rosen in Begleitung von Frühjahrsblüher und Stauden den Schwerpunkt bilden.

Foto: Rosengarten am Fahlt

Im den vergangenen Jahrzehnten verschwand aber die ursprüngliche Gestalt des Rosengartens zusehends im Zuge von kleineren Umbau- und Extensivierungsmaßnahmen zur Minderung der Unterhaltungskosten. Seit 2009 setzt sich der „Freundeskreis Rosengarten Pinneberg e.V" dafür ein, den Rosengarten als bedeutendes Garten-historisches Denkmal nach dem Vorbild von 1935 zu entwickeln. (Quelle: Freundeskreis Rosengarten Pinneberg e.V., http://www.rosengarten-pinneberg.de/geschichte.html)

Webseite des „Freundeskreis Rosengarten Pinneberg e.V": http://www.rosengarten-pinneberg.de.
Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie online auf der Internetseite des Vereins.

Mit Veranstaltungen macht der Verein auf den Rosengarten aufmerksam, so z.B. mit dem Rosen- und Pflanzenmarkt.Die aktuellen Termine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

 

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