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Der Froschbiss

Pflanze der Region im Juli 2017

Unsere Aufmerksamkeit im Juli gilt einer eher unscheinbaren Pflanze mit dem seltsamen Namen „Froschbiss“.
Wer wurde hier gebissen und wer beißt wen?
Und wieso wird der Chef erfrischt? Diesen Fragen wollen wir im Folgenden nachgehen.

Der Europäische Froschbiss, das ` Europäische´ kann man auch weglassen, ist eine Wasserpflanze.
Sie bildet 2 bis 7 cm große Schwimmblätter auf der Wasseroberfläche und nimmt die Nährstoffe, die sie benötigt, aus frei flutenden Wurzeln auf.
Die Blätter sehen wie kleine Seerosenblätter aus und bilden durch Ausläufer große Teppiche auf nährstoffreichen Gewässern.
Stillgewässer wie Teiche oder Gräben mit wenig Wasserbewegung, aber auch ruhige Bereiche in Fließgewässern sind der Wohnort des Froschbisses (Hydrocharis morsus-ranae).
Er ist ein echtes Nordlicht mit Verbreitungsschwerpunkt im Nordteil Deutschlands.
Der Froschbiss ist bei uns relativ häufig und ungefährdet.
Man findet ihn sogar in Gartenteichen und auch im Graben im Außengelände des Elbmarschenhauses.

In allen anderen Bundesländern steht er jedoch auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Unsere Pflanze der Region im Juli gehört zur gleichnamigen Familie der Froschbissgewächse.
Verwandte sind z.B. die Krebsschere und die Wasserpest. Auch diese Pflanzen tragen bedrohliche Namen.
Müssen wir also mit einer erhöhten Gefährdung durch Bissverletzungen rechnen, wenn wir ahnungslos an einem Gewässer entlang schlendern?
Da kann ich Sie beruhigen, denn der Froschbiss hat seinen Namen vermutlich durch die Form seiner Schwimmblätter,
die mit ein wenig Fantasie des Betrachters an die Schnauze eines Frosches erinnert (siehe Foto). 

Die Blüten sind noch kleiner als die Blätter und erreichen 1,5 bis 3 cm Durchmesser.
Sie bestehen aus 3 weißen Blütenblättern mit gelbem Grund. Es gibt männliche und weibliche Blüten, die an getrennten Stielen wachsen.
Die männlichen Blüten bilden kleine Gruppen, während die weiblichen Blüten alleine sitzen.
Geblüht wird im Hochsommer, also jetzt. 

Wer den Mut aufbringt, sich dem Froschbiss zu nähern und mehr über diese Pflanze erfahren möchte,
ist ganz herzlich zu einer kostenlosen Exkursion am Donnerstag, den 6. Juli um 15.00 Uhr eingeladen.
Treffpunkt ist das Elbmarschenhaus. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Die Führung zu den Pflanzen dauert ca. 1 bis 2 Stunden. Gebissen wird niemand!

Bleibt zum Schluss noch die Frage, wieso der Froschbiss den Boss frisch macht.
Nun, gerade in Zeiten des weit verbreitenden Burn-Outs kann man sich ein Beispiel am Froschbiss nehmen.
Dieser zieht sich nämlich im Winter ganz von der Oberfläche zurück und überdauert die kalte Zeit als ruhende Winterknospe.
Eine Auszeit, die manchem gestressten Manager auch guttäte! 

Leitung des Hauses

Edelgard Heim

Telefon 04129. 955 49 12

Telefax 04129. 955 49 20

edelgard.heim1@llur.landsh.de

 


Schutzgebietsbetreuung

Naturschutzgebiet

"Haseldorfer Binnenelbe

mit Elbvorland"

Uwe Helbing

Tel. 04129-95549-11

Fax 04129-95549-20

helbing@elbmarschenhaus.de

 


 

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