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Naturschutzaufgaben der Kreisjägerschaft Pinneberg

Die Kreisjägerschaft Pinneberg e.V. beteiligt sich aktiv am Elbmarschenhaus und hat dort einen eigenen Raum gemietet. Die Kreisjägerschaft Pinneberg e.V. ist Naturschutzverband nach § 60 Bundesnaturschutzgesetz (alt § 29 BNatSchG).

SeeadlerSeeadler (Foto: Elisabeth Herrmann)

Biotop- und Artenschutz

Flächen für den Biotop- und Artenschutz

Die Kreisjägerschaft hat:

* 64 ha eigene Flächen
* 27 ha angepachtete Flächen
* über 100 ha unentgeltlich von den jeweiligen Eigentümern langfristig zur Verfügung gestellte Flächen

Von 1987 bis heute wurden auf diesen Flächen vielfältige Vorhaben für den Biotop- und Artenschutz durchgeführt – so wurden:
* Ca. 190 Teiche geschaffen und naturnah mit Flachwasserzonen und Inseln angelegt.
* Über 50.000 lfd. Meter Gräben ausgehoben bzw. verlandete Gräben wieder geöffnet und naturnah gestaltet (Weißstorch Programm).
* Über 7.500 lfd. Meter Knicks neu angelegt und entsprechend bepflanzt.
* Über 22.000 qm Aufforstungen in Absprache mit dem Forstamt Rantzau geschaffen.
* Über 255.000 qm Schutz- und Deckungspflanzen angelegt. Allein im Jahr 2003 haben Jäger hierfür ca. 25.000 Bäume und Sträucher gepflanzt.

Finanzierung und Unterhaltung

Die Finanzierung für den Ankauf der Flächen und die Anlage von Biotopen sowie die Pflege und Betreuung dieser Flächen erfolgt durch Zuschüsse des Kreises Pinneberg, des ALW Itzehoe, der Stiftung Naturschutz, aus Mitteln der Jagdabgabe sowie der Initiative der Jägerschaft PRONATUR.

Insgesamt wurden hierfür bisher rd. 600.000 Euro aufgebracht. Die umfangreichen Eigenleistungen der Jäger sind hierin nicht enthalten.

Die ökologisch wertvollen Flächen werden von den örtlichen Jägerschaften so gepflegt, daß sie möglichst vielen wildlebenden Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und Schutz bieten. Sie dienen somit nachhaltig dem Biotop- und Artenschutz im Sinne der Agenda 21 der Konferenz von Rio und sind damit weit über jagdliche Interessen hinaus Naturschutz pur!

(Text Webseite der Kreisjägerschaft Pinneberg)

Marderhunde


Während einer Treibjagd am 14. Januar 2008 in Haselau gelang es Rainer Behnke (re.) und Jürgen Riedemann, zwei Marderhunde zu erlegen. Labradormischling "Jule" (li.) stellte die Fähe. Der Marderhund-Rüde wurde vom Hund von Rainer Behnke gestellt. (Foto: Herrmann)

Der Marderhund (auch Enok genannt) gehört zweifelsohne nicht in die Haseldorfer Marsch. Er gilt als "Neubürger" in Mitteleuropa. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt im äußersten Osten des asiatischen Kontinents und erstreckt sich von Ostsibirien über die Mandschurei bis Nordvietnam und Japan. 1928 und 1955 wurden ca. 10.000 Marderhunde in der Ukraine und in anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion als jagdbarer Pelzträger ausgewildert.

Die Marderhunde vermehrten sich rasch und breiteten sich immer weiter nach Westen aus. Besonders in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg entwickelte sich der Marderhund-Besatz in den letzten Jahren rasant. Die "Lausitzer Rundschau" berichtete: "Marderhunde werden in Brandenburg zur Plage.. Die kleinen Räuber sind schwer zu jagen und werden oft nur zufällig erlegt. Sie plündern nicht nur gern Obstbestände, sondern verspeisen auch kleine Tiere und machen vor Gemüseplantagen nicht halt".

Der Marderhund hat in Westeuropa keine natürlichen Feinde. Er ist ein Allesfresser, der unter dem Niederwild und nicht jagdbaren Kleinsäugern und Bodenbrütern erhebliche Schäden anrichten kann. Es wird daher befürchtet, dass er das bestehende Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringt und die Ausbreitung der Marderhunde wird deshalb sehr kritisch gesehen.

Von den erlegten Marderhunden wurden zwei schöne Präparate hergestellt, links die Fähe, rechts der Rüde. (Foto: Herrmann)

Jägerzimmer im

Elbmarschenhaus

helmut.fricke@gmx.de

 

Öffnungszeiten

Sonntags von 10 - 16 Uhr

(außer Heiligabend und Sylvester)

 


Vertretung

Kreisjägerschaft

Hans-Jürgen Schuldt

Tel. 04129 365

 


Kreisjägerschaft Pinneberg

www.kjs-pinneberg.de

 


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